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Francine Jordi
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"Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist mehr als gut genug für mich"
schrieb Heinrich Christian Wilhelm Busch, der wohl einflussreichste humoristische Dichter seiner Zeit und die Zeile liest sich gerade so, als wäre der Mann mit der spitzen Feder schon vor 100 Jahren von einer jungen Schweizerin und ihrer kleinen großen Welt inspiriert worden.

Francine Jordi, ein Sonnenmensch. Drei Tage nach Sommerbeginn im Schweizerischen Richigen auf die Welt gekommen und seit elf Jahren als Sängerin und Entertainerin die Karriereleiter stetig hinauf kletternd, ist Francine Jordi ohne Zweifel ein wahrer Sonnenmensch.
Die hübsche Brünette mit dem ewig jungen, fast spitzbübischen Lächeln und ihrer sympathischen, fröhlichen Art, auf Menschen zuzugehen, legt mit "Meine kleine große Welt" nun die elfte Longplay vor. Jedoch, es wäre fatal, Francine Jordi auf die Rolle des weiblichen Spitzbuben, des Schweizer Paradejungmädels, zu beschränken. Vielmehr unterliegt Francine so wie jeder Mensch einer persönlichen Entwicklung, die sich in ihrem Fall mit der künstlerischen vereinigt.
Das Mädel ist zur Frau geworden, aber ihre Authentizität bringt es mit sich, dass ihre Art, ihr Charisma mit ihr auf ihre ganz besondere Art reifer geworden ist. Genau so ist sie, die Francine Jordi.

Seit vierzehn Jahren läuft nun bereits die Karriere und mit der neuen CD, mit dieser "kleinen großen Welt" hat sie auch die musikalischen Weichen in eine ein wenig andere Richtung gedreht.
Sie ist auf dieser CD nicht eingeschworen auf eine bestimmte Stilrichtung. Der Schlager, mit dem sie gross geworden ist, macht mehr und mehr Ausflüge hinüber in den Pop. Songs wie "Du bist mein Held" sind von ihrer Herangehensweise schon anders als man es bisher von Francine Jordi gewohnt war. Der Text ist kein Liebesschwur, es ist mehr eine Verbeugung vor Menschen, die durch Courage und Einsatzbereitschaft Menschlichkeit beweisen. Diesen "Helden des Alltags" ist das Lied gewidmet,
jenen die nicht wegschauen, sondern Mut und Hilfsbereitschaft beweisen. Der Song selbst hat seine eigene Charakteristik, erinnert ein wenig an die Londoner Liederszene der Mid-Sixties. Die Chöre, das Arrangement, die Stimme – zusammen ergeben sie schönsten Carnaby Street Sonnenschein.
Liebe! Natürlich geht es auf der CD auch um die Liebe. "Die ist doch das Wichtigste im Leben", sagt Francine.

In "Love, l’Amour und Liebe" – einer Neuaufnahme eines 70er-Jahre-Songs der Band Middle Of The Road („Soleil, Soleil“) - beweist die mehrsprachig sattelfeste Francine Jordi dies deutlich und auch, dass sie kein "Singspatz" mehr ist. Kein Kitsch, guter Deutschpop im Fox- Rhythmus. Nicht viel anders verhält es sich beim Lied "Billy-Regal". Liebe geht nicht zwingend durch den Magen.
Nicht minder griffig der Song "Mit dem Herz durch die Wand". Liebe ohne Kompromisse, dazu satte Schlagerbeats.
Traditionell findet sich auf dem Album natürlich diesmal wieder ein Lied, das Francine in ihrer Muttersprache singt und dessen Titel auch für jene, die des Schwyzerdeutschen nicht mächtig sind, verstanden werden kann: "I vermisse di". Dann die Ballade "Wahre Liebe" – ein wunderschönes Duett. Ihr zur Seite singt Marc Pircher. "Mit Marc singe ich gerne", erzählt Francine Jordi und präzisiert: "Er ist ein angenehmer Duett-Partner, unsere Stimmen harmonieren gut".
Das volle Programm, alle Farben der Palette, die das Leben bereithält. So wie es eben zugeht in einer kleinen großen Welt...